﻿{"id":7236,"date":"2014-07-28T23:05:56","date_gmt":"2014-07-28T22:05:56","guid":{"rendered":"http:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/?p=7236"},"modified":"2014-07-28T23:05:56","modified_gmt":"2014-07-28T22:05:56","slug":"damals-als-ich-mit-annabelle-sagt-de-pfand-weggebracht-habe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/2014\/07\/damals-als-ich-mit-annabelle-sagt-de-pfand-weggebracht-habe\/","title":{"rendered":"damals, als ich mit annabelle-sagt.de Pfand weggebracht habe"},"content":{"rendered":"<p>Es sind Tage wie diese, an die man sich noch sein Leben lang erinnern wird.<\/p>\n<p>Es ist wie in dem Film &#8222;<a title=\"one hour photo\" href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0265459\/\" target=\"_blank\">One Hour Photo<\/a>&#8222;. Der Fotolaborangestellte Seymour Parrish, gespielt von Robin Williams, philosophiert dar\u00fcber, was wir Menschen so fotografieren. Es sind nicht die allt\u00e4glichen Dinge wie unsere Wohnung, unsere Arbeit oder unsere profanen Gegenst\u00e4nde des Lebens. Stattdessen sind es besondere Sachen wie Urlaube, <a title=\"annabelle sagt.de und ihr Geburtstag\" href=\"http:\/\/annabelle-sagt.de\/we-will-live-like-this-forever\/\" target=\"_blank\">Geburtstage<\/a>, andere Festlichkeiten und sonstige Ausnahmesituationen im Leben. Aber das spiegelt ja irgendwie nicht unser &#8222;wirkliches&#8220; oder &#8222;wahres&#8220; Leben wider. Deswegen fordert der Mann vom Fotolabor, dass man auch die ganz einfachen Dinge im Leben fotografisch festhalten sollte. Und genau das haben wir heute getan.<br \/>\n[Zwei Sachen zum Background. Erstens: Besagter Film wurde 2002 gedreht, Robin Williams wusste also noch nichts von unserer sp\u00e4ter noch kommenden Selfie- und Essensfotografiersucht.<br \/>\nZweitens: Im Laufe des Films entwickelt sich die ganze Geschichte in eine strange Stalkerstory. Die Geschichte hier wird anders ablaufen, versprochen.]<\/p>\n<p>So viel zur Theorie. Nun zur Praxis.<br \/>\nDieses Kapitel tr\u00e4gt den Titel: Die unbekannte dunkle Seite von Reudnitz. Oder: Wer feiern kann, kann auch Pfand wegbringen<\/p>\n<figure id=\"attachment_7237\" aria-describedby=\"caption-attachment-7237\" style=\"width: 3264px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-32-07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7237 size-full\" src=\"http:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-32-07.jpg\" alt=\"Foto 28.07.14 16 32 07\" width=\"3264\" height=\"2448\" srcset=\"https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-32-07.jpg 3264w, https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-32-07-640x480.jpg 640w, https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-32-07-768x576.jpg 768w, https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-32-07-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 3264px) 100vw, 3264px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7237\" class=\"wp-caption-text\">Die Lage checken: Im Kaufland angekommen befielt die Chefredakteurin ihrem Praktikanten, die Flaschen zu sortieren. Ein unm\u00f6gliches Unterfangen. Doch der Teufel tr\u00e4gt Zara. (Glaub ich. Keine Ahnung. Reimt sich. N bisschen.)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vergangenen Freitag zelebrierte die bekannte Stilikone und Food-, Fashion-, Porno-, Leipzig- und Lifestylebloggerin annabelle-sagt.de ihren Geburstag in einer sagenumwobenen Nacht voller Speis, Trank und Gesang. Jeder kennt diese Seite von annabelle-sagt.de. Ausschweifende Partys, hochprozentige Getr\u00e4nke und barbusige Gastgeberinnen. Aber die finstere Seite, die kennen nur Eingeweihte.<\/p>\n<p>Aus Speis, Trank und Gesang wird schnell Schei\u00df, Pfand und Gestank. Doch solche Informationen sucht man vergeblich auf annabelle-sagt.de. Lifestyle und Kaufland &#8211; passt das zusammen? Es wirkt wie ein Versteckspiel, das das selbsternannte Einhorn der &#8222;<a title=\"Dunkel Dreckig Reudnitz.\" href=\"http:\/\/www.dunkeldreckig.de\/\" target=\"_blank\">Reudnitzer<\/a>&#8220; Bloggerszene\u00a0 hier spielt.<\/p>\n<p>Was ist also passiert? An einem stinknormalem Montag im Juli, nur wenige Tage nach ihrem Geburstag, erwischt man die Fashionista mit einem Accessoire, das man sonst nicht von ihr kennt. Jutebeutel? Kennt man. Marc Jacobs-Parf\u00fcm? Logo, schon gerochen. Aber den stylishen Rewe-Beutel mit auslaufenden Bierflaschen und einem gar unertr\u00e4glichem Geruch? Das ist neu. Das ist vielleicht auch ein bisschen geil. (F\u00fcr Reudnitzer Verh\u00e4ltnisse echt ein feines D\u00fcftchen.) Hurra, Hurra, da l\u00e4sst keiner was anbrennen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7239\" aria-describedby=\"caption-attachment-7239\" style=\"width: 2448px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-35-22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7239 size-full\" src=\"http:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-35-22.jpg\" alt=\"Foto 28.07.14 16 35 22\" width=\"2448\" height=\"3264\" srcset=\"https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-35-22.jpg 2448w, https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-35-22-360x480.jpg 360w, https:\/\/kartoffelwasser.de\/fotoblog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Foto-28.07.14-16-35-22-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 2448px) 100vw, 2448px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7239\" class=\"wp-caption-text\">Angewidert und nur mit einem Hungerlohn bezahlt: der Praktikant.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Langer Rede kurzer Sinn: Es gibt eine dunkle Seite hinter jedem Glitzerblog, der im Internet pr\u00e4sent ist. Jede Do-It-Yourself-Uschi hat Dinge, die sie sich sicher nicht herself do-t. Und jede Fashionblogger-Heike hat einen Tag, an dem sie die gleichen Schuhe tr\u00e4gt wie gestern. Und jeder Food-Blogger-Mirko schummelt mal beim Essen taggen und jubelt seinen Followern ein #vegan unter, wo eigentlich ein #vegetarian #rischgeileSahne hinsollte.<\/p>\n<p>Was lernen wir daraus? Es ist nicht alles golden, was touch hat.<\/p>\n<p>Jeder Mensch hat eine Schokoladenseite und eine Bierpisse-l\u00e4uft-mir-durch-den-Rewe-Beutel-direkt-auf-meinen-Rock-Seite. Aber welche wollen wir zeigen? Welche sind wir bereit, auszuleben? Wird man annabelle-sagt.de demn\u00e4chst am S\u00fcdplatz nach 60 cent fragen h\u00f6ren? Wird man kartoffelwasser.de demn\u00e4chst sinnvolle Texte schreiben sehen? Oder wird man sich fragen, wie das alles geschah? Wahrscheinlich nicht. Aber es gibt uns alle verbindende Wahrheiten, die wir nicht l\u00e4nger verstecken sollten. Wir alle sind Reudnitz. Wir alle sind zugezogen. Und wir alle stinken, tief im Herzen, nach altem Bier. Egal, ob man mittlerweile in der S\u00fcdvorstadt wohnt und Reudnitz den R\u00fccken zugekehrt hat. Du kannst vielleicht Reudnitz verlassen. Aber Reudnitz wird dich niemals verlassen. You&#8217;ll never walk alone to the Kaufland zum Pfand wegbringen.<\/p>\n<p>Prost.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind Tage wie diese, an die man sich noch sein Leben lang erinnern wird. Es ist wie in dem Film &#8222;One Hour Photo&#8222;. Der Fotolaborangestellte Seymour Parrish, gespielt von Robin Williams, philosophiert dar\u00fcber, was wir Menschen so fotografieren. 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